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Über Geld spricht man nicht – und genau das kostet uns alle etwas

  • Elona
  • 7. Juli
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 8. Juli

Was wäre, wenn wir das ändern würden?


Mann liest Wall Street Journal in einem Cafe in Tokio.

Es gibt ein paar Sätze, die wir alle kennen, ohne dass sie je jemand ausdrücklich gesagt hätte. „Über Geld spricht man nicht" ist so einer. Er hängt in vielen Familien im Raum, unausgesprochen, aber wirksam. Und er richtet mehr Schaden an, als wir denken.


Wo das Schweigen anfängt


Die meisten von uns sind damit aufgewachsen. Gehälter waren ein Geheimnis, auch innerhalb der Familie. Über Schulden wurde geschwiegen, über Fehler beim Geld erst recht. Wer nachfragte, bekam zu spüren, dass er eine Grenze überschritten hatte.

Gemeint war das selten böse. Es war eher eine Mischung aus Höflichkeit, Stolz und der Sorge, sich angreifbar zu machen. Aber die Folge ist, dass ganze Generationen ohne das grundlegende Wissen aufwachsen, das man zum Leben eigentlich braucht. Nicht, weil es niemand hatte — sondern weil niemand darüber sprach.


Was das Schweigen kostet


Wer nie gelernt hat, über Geld zu reden, steht als Erwachsener oft alleine da mit Fragen, die eigentlich einfach zu beantworten wären. Wie funktioniert ein Sparplan? Was ist der Unterschied zwischen Sparen und Anlegen? Wie viel sollte ich zurücklegen? Diese Fragen sind nicht kompliziert — aber wenn man nie gelernt hat, sie zu stellen, wirken sie riesig.


Das Schweigen hat einen Preis, und wir zahlen ihn oft, ohne es zu merken. In verpassten Chancen, in vermeidbaren Fehlern, in einem diffusen Unbehagen, sobald es ums Geld geht. Und weil wir nicht darüber reden, geben wir genau dieses Unbehagen an unsere Kinder weiter — meist ohne es zu wollen.


Ein Blick über den Tellerrand


In anderen Ländern läuft das anders. In den USA zum Beispiel gehört das offene Reden über Geld viel selbstverständlicher dazu. Man spricht über Investieren, über Einkommen, über unternehmerische Ideen — auch über gescheiterte. Wer dreimal scheitert und beim vierten Mal Erfolg hat, erzählt das nicht kleinlaut, sondern als Teil seines Weges.


Natürlich ist nicht alles daran vorbildlich. Die USA haben ihre ganz eigenen finanziellen Probleme — hohe Verschuldung, niedrige Sparquoten. Man muss also nicht alles übernehmen. Aber diese eine Sache, das offene und angstfreie Reden über Geld, können wir uns ruhig abschauen. Denn sie sorgt dafür, dass Wissen weitergegeben wird, statt in jeder Generation von vorne erarbeitet zu werden.


Reden ist ansteckend


Das Schöne am Reden ist, dass es sich weiterträgt. Wenn eine Person in einem Freundeskreis erzählt, wie sie ihre Finanzen sortiert hat, fragen die anderen nach. Wenn eine Familie offen über Sparen und Vorsorge spricht, wachsen die Kinder mit einer Selbstverständlichkeit auf, die ihnen später viel erspart.

Aus einem Gespräch werden zehn. Aus einem Menschen, der versteht, werden viele. Genau so entsteht Finanzbildung in der Breite — nicht durch große Kampagnen, sondern dadurch, dass Menschen aufhören zu schweigen und anfangen zu teilen, was sie gelernt haben.


An dieser Stelle ein Hinweis, der uns wichtig ist: Wir geben in diesem Blog keine Anlageberatung und empfehlen keine konkreten Produkte. Uns geht es um etwas anderes — um die Haltung, über Geld überhaupt ins Gespräch zu kommen. Die konkreten Entscheidungen trefft ihr selbst, gerne mit fachkundiger Unterstützung.


Was das mit Elona zu tun hat


Genau hier setzt unser Buch an. Elona erzählt keine Geschichte über Zahlen, sondern über eine Haltung: dass man über Geld reden darf, dass Fragen erlaubt sind, dass Entscheidungen zählen. Ein Kind, das früh lernt, dass Geld kein Tabu ist, wächst mit einer Freiheit auf, die vielen von uns gefehlt hat.


Wer weiß, was möglich ist, wenn eine ganze Generation ohne dieses Schweigen aufwächst. Kinder, die Fragen stellen, statt sie herunterzuschlucken. Die verstehen, dass Geld ein Werkzeug ist — kein Grund für Scham.


Ein letzter Gedanke


„Über Geld spricht man nicht" war vielleicht einmal gut gemeint. Aber es hat uns mehr gekostet, als es uns geschützt hat.


Wir dürfen es anders machen. Wir dürfen reden — mit unseren Freunden, mit unserem Umfeld und vor allem mit unseren Kindern. Nicht belehrend, sondern offen und ehrlich. Genau das ist die Haltung, die wir mit Elona weitergeben möchten: eine Generation, die nicht schweigt, wenn sie etwas herausgefunden hat, das anderen helfen könnte.

Denn Wissen, das geteilt wird, wird größer. Immer.

 
 
 

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Elona

Ein Kinderbuch über Geld, Mut und Träume – für die nächste Generation. Geschrieben von (zukünftigen) Eltern, für Eltern.

Elona Finanzbuch für Kinder Österreich

© 2026 Elona · Ein Familienprojekt aus Österreich

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